Die Preise für Strom und Gas sind in letzter Zeit stark gestiegen und werden es vermutlich weiterhin noch tun – nicht zuletzt dadurch gilt es, den Stromverbrauch so gut es geht zu verringern. Der Umwelt ist zudem auch geholfen, wenn wir auf unseren Energieverbrauch achten. Wie Sie ganz einfach viel Strom einsparen können und dadurch bares Geld sparen sowie die Umwelt schützen, klären wir jetzt.

Grade in der derzeitigen Situation arbeiten viele Menschen von zu Hause aus, dadurch steigt natürlich im Haushalt der Energieverbrauch an und die Kosten häufen sich. Doch schon die kleinsten Dinge können einen enormen Unterschied auf deiner Stromabrechnung machen.

Wir zeigen dir 10 Tipps und Tricks, die du ganz einfach umsetzen kannst.

1. Effizient lüften

Bedingt der derzeitigen Situation ist uns "lüften" allen ein Begriff. Doch wie lüftet man am besten und dennoch energiesparend? Das Fenster dauerhaft auf Kipp? Besser nicht! Dadurch geht viel Wärme verloren und die Heizkosten steigen unnötig in die Höhe.

Das so genannte "Stoßlüften" ist effektiver und spart Energie. Mach dein Fenster für ca. 5-10 Minuten komplett auf und schließe es dann wieder. So bekommt die Luft die Zeit zu zirkulieren und du heizt nicht unnötig lange für draußen mit.

2. Wasserkocher nur nach Bedarf füllen

Kochen dein Wasser nicht im Topf, sondern im Wasserkocher und fülle diesen nur mit der Menge, die du benötigst.

Füllst du diesen mehr als nötig, steigt nicht nur der Energiebedarf, sondern auch dein CO2-Ausstoß unnötig.

Wenn du zum Beispiel eine Tasse Tee machen möchtest, fülle nicht direkt den Wasserkocher mit Wasser, sondern zuerst die Tasse. Mache diese ruhig ein wenig voller, als sie am Ende sein soll, um das verdampfende Wasser auszugleichen. Fülle dann nur den Inhalt der Tasse in den Wasserkocher und starte diesen. So hast du am Ende die perfekte Menge Wasser und verschwendest weder Strom, den der Kocher benötigt um größere Mengen Wasser zu erhitzen, noch Wasser, das nicht benötigt und dann weggeschüttet wird. Sollte doch mal was übrig bleiben, lassen es doch abkühlen und nutze es zum Blumengießen.

3. Deckel drauf beim Kochen!

Du kennst bestimmt das Sprichwort "Jeder Topf hat seinen Deckel" – in diesem Sinne solltest du es nicht metaphorisch sehen, sondern die beiden tatsächlich beisammen halten.

Denn wenn du mit geschlossenem Topf kochen, kannst du den Energieverbrauch um die Hälfte senken!

Außerdem ist es wichtig, den Topf auf die passend große Herdplatte zu stellen. Wählst du eine zu große Herdplatte, geht Hitze unnötig verloren.

4. Aufs Vorheizen verzichten

Beim Kochen oder Backen kennen wir alle das sogenannte "Vorheizen". Um Energie zu sparen, solltest du dies aber vermeiden.

Je nach Gericht variiert dadurch zwar die Garzeit, allerdings wird so die eingesetzte Energie effizienter genutzt. Ebenso kannst du deinen Herd frühzeitig abstellen, da die Resthitze oft noch völlig ausreicht. (Das funktioniert übrigens auch toll beim Bügeln! Einfach das Bügeleisen schon früher ausstecken und mit der Restwärme zu Ende bügeln.)

5. Richtig kühlen

Für alle Küchengeräte gilt: Eine gute Energieeffizienzklasse ist zwar in der Anschaffung teurer, lohnt sich aber auf längere Sicht sehr.

Doch besonders die Wahl deines Kühlschranks ist in Bezug auf deinen Energieverbrauch von großer Relevanz. Da Kühl- und Gefrierschränke ununterbrochen in Betrieb sind, nehmen sie fast ein Viertel deines gesamten Stromverbrauchs ein.

Zudem sollte ein Kühlschrank nicht in der Nähe einer Wärmequelle, wie dem Backofen, stehen, da dieser sonst umso mehr Leistung aufbringen muss, die gut eingespart werden kann.

Außerdem ist es wichtig, dass du deinen Gefrier- und Kühlschrank regelmäßig abtaust. Noch mehr Tipps und eine Menge Kühlschrank-know-how findest du hier.

6. Energiesparend Wäsche waschen

  • Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen
  • Ohne Vorwäsche waschen
  • Wäsche auf 30 Grad waschen
  • Ökoprogramm nutzen
  • Wäsche an der Luft trocknen lassen
  • Die Waschmaschine immer voll beladen
  • (Das gilt übrigens auch für die Spülmaschine)

7. Einfach mal den Stecker ziehen

Viele Geräte ziehen auch Strom, wenn sie gerade nicht aktiv genutzt werden. Von daher kannst du viel Strom sparen, indem du ungenutzte Lampen, Haushaltsgeräte und Co. aus der Steckdose ausstecken.

Zum Beispiel beim Ausschalten eines TVs, der täglich ca. 20 Stunden im Standby-Modus läuft, kann man rund 18 € jährlich (je nach kWH-Verbrauch des Geräts) einsparen.

Sehr praktisch sind hier auch Mehrfachsteckdosen mit Schalter. So kannst du zum Beispiel im Wohnzimmer alles dort einstecken und Abends oder wenn du tagsüber unterwegs bist ganz einfach alle Geräte durchs Umlegen des Schalters vom Netz nehmen.

8. Wasser sparen

In vielen Situationen sparst du ganz einfach viel Wasser. Denk zum Beispiel daran, beim Händewaschen den Wasserhahn kurz auszustellen, währen du dir die Hände einseifst. Oder während des Zähneputzens: Nur den Wasserhahn laufen lassen, wenn du ihn auch wirklich gerade nutzt.

Auch dein Duschkopf kann den Wasserverbrauch sehr beeinflussen. Heutzutage gibt es tolle Sparduschköpfe, mit denen du Wasser und somit auch Energie und Ressourcen einsparen kannst. Die Wassermenge wird deutlich reduziert und wenn das Wasser mit Strom erhitzt wird, kann im Jahr bis zu 200 € eingespart werden. Das Duscherlebnis wird dadurch nicht geschmälert! Im Gegenteil, so duscht es sich gleich mit besserem Gewissen. Dennoch solltest du darauf achten, die Dusche nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Noch ein Tipp: Beim Spülen der Toilette kannst du die Spülung häufig früher abbrechen, da oft gar nicht die ganze Menge an Wasser benötigt wird, um ausreichend zu spülen.

9. Der richtige Stromanbieter

Prüfe doch einfach nochmal, ob du bei deinem derzeitigen Stromanbieter wirklich noch gut aufgehoben sind. Vielleicht ist es an der Zeit, den Stromanbieter zu wechseln – vielleicht sogar hin zum Ökostrom! Dadurch sparst du zwar nicht direkt Strom, unterstützt aber die Energiewende in Deutschland und verringerst deutlich deinen CO2-Ausstoß. Das Schöne daran: Ökostrom ist oft nicht mal teurer, als herkömmlicher Strom. Im Gegenteil, in vielen Regionen fällt die Stromrechnung gleich oder sogar niedriger aus.

Jährlich die Preise der Stromanbieter zu vergleichen und ggf. auch zu wechseln, kann sehr viel Geld einsparen ohne "Qualitätsverlust", denn der Strom ist immer der gleiche. Anders als zum Beispiel bei Versicherungen oder beim Autokauf.

10. Laptop statt stationärer PC

Wer im dauerhaften Homeoffice seine tägliche Arbeit verrichten muss, sollte eher einen Laptop statt eines stationären Computers verwenden. Denn damit können Sie 50-70 % weniger Strom verbrauchen. Fragen Sie ggf. beim Arbeitgeber zwecks eines Laptops oder Notebooks nach, ob er dir dies zur Verfügung stellt.

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