Tofu selber machen

Wer mit unserem Rezept aus Sojabohnen Tofu selber machen möchte, braucht nicht viele Zutaten – und auch keinerlei besondere Küchenutensilien. Lediglich Muskelkraft ist gefragt, denn für das Gelingen ist gründliches Pressen entscheidend. Wir geben Ihnen praktische Tipps für die heimische Herstellung.

Zutaten

für
4
Portionen
  • 300gSojabohnen, getrocknet
  • 10gMagnesiumchlorid (Nigari)

Utensilien:

Passiertuch

Tofuform

Zubereitung

  1. Sojabohnen in eine Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.

  2. Sojabohnen abgießen, abspülen und mit ca. 1,8 L Wasser in einen Standmixer geben und fein pürieren. Die Masse in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen lassen. Den dabei entstehenden Schaum kräftig unterrühren. Hitze auf niedrige Stufe stellen und die Masse für weitere 10 Minuten unter Rühren köcheln lassen.

  3. Die Sojamasse etwas abkühlen lassen, in ein Passiertuch geben und gut auspressen. Die austretende Flüssigkeit auffangen und in einem Topf bei mittlerer Hitze Simmern bringen. Inzwischen das Magnesiumchlorid mit 50 ml heißem Wasser versetzen. Nach und nach in die heiße Sojamilch einrühren. Hitze abstellen und die Flüssigkeit weitere 15 Minuten bei geschlossenem Deckel ruhen lassen. Die Proteine aus den Sojabohnen flocken nun aus.

  4. Die Tofuform mit einem Mulltuch auskleiden und in eine flache Form setzen. Den entstandenen Bruch mit einer Schaumkelle aus dem Topf entnehmen und in die vorbereitete Form füllen. Die Tofuform abdecken und für festeren Tofu zusätzlich beschweren. Für 20-30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend den Tofu mit Wasser abspülen.

  5. Den Tofu idealerweise zügig weiterverwenden oder bis zu 5 Tagen in Salzwasser eingelegt im Kühlschrank lagern.

Nährwerte

Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal)

  • Energie
  • Kalorien
  • Kohlehydrate
  • Fett
  • Eiweiß
  • Ballaststoffe

Tofu selber machen aus Sojabohnen

Frisch schmeckt das vegane Lebensmittel Tofu am besten. Dann lässt es sich ideal für zahlreiche Tofu-Rezepte verwenden. Was liegt also näher, als Tofu selber zu machen und ihn zum Beispiel als knusprigen Crispy Tofu zu genießen? Unser Rezept zeigt Ihnen eine einfache Möglichkeit, um die vielseitige pflanzliche Proteinquelle herzustellen. Sie brauchen nur zwei Zutaten: getrocknete Sojabohnen und Magnesiumchlorid. Dabei handelt es sich um ein Gerinnungsmittel, das dafür sorgt, dass der Tofu fest wird. Unter der Bezeichnung "Nigari" wird es in Japan für die Erzeugung des beliebten Sojabohnenprodukts benutzt. Alternativ können Sie Zitronensaft oder Apfelessig verwenden.

Damit aus Sojamilch fester Tofu wird, ist Muskelkraft gefragt – die gekochten Bohnen müssen Sie gründlich ausdrücken. Warum es so wichtig ist, Tofu zu pressen? Nur so gewinnen Sie den Rohstoff für den Tofu: Sojamilch. Möchten Sie sich das Einweichen und Kochen der Bohnen sparen, greifen Sie zu handelsüblicher Sojamilch, um Tofu selber zu machen. Allerdings wird das Ergebnis weniger authentisch. Der Tofublock ist bröseliger und ähnelt in der Konsistenz Hüttenkäse. Wenn Sie das nicht stört, gehen Sie bei der Zubereitung so vor, wie in unserem Rezept ab Schritt 3 beschrieben.

Pfiffige Varianten des Tofu-Rezepts

Tofu, der etwas bröseliger ist, lässt sich sehr gut für Gerichte wie unsere Spaghetti Tofubolognese nutzen, für die er ohnehin zerkleinert wird. Möchten Sie hingegen einen besonders schnittfesten Tofu erzeugen, gewinnen Sie die Sojamilch aus Bohnen und drücken den Bruch im Mulltuch noch gründlicher aus. Schwere Bücher oder ein großer Topf voll Wasser leisten beim Beschweren gute Dienste. Gewürfelt ist fester Tofu ideal für Speisen wie unser Gemüsecurry mit Tofu oder gegrillten Tofu am Spieß verwertbar.

Machen Sie Ihren Tofu selber, lassen sich durch das Hinzufügen weiterer Zutaten außerdem tolle Varianten zubereiten. Verfeinern Sie die geronnene Sojamilch vor dem Pressen mit Sesam, gehackten Mandeln, Gewürzen oder zerkleinertem Gemüse. Oder verarbeiten Sie nicht Sojabohnen, sondern andere Hülsenfrüchte. So lässt sich aus Kichererbsenmehl burmesischer Tofu herstellen, der ebenfalls köstlich in Currys, Eintöpfen und als gebratener Fleischersatz schmeckt.

Tipp: Fleischersatz lässt sich nicht nur aus Tofu herstellen – probieren Sie auch unsere abwechslungsreichen Tofu-Alternativen.