Seit Ende des 19. Jahrhunderts setzt man in Privathaushalten für das Einmachen von Obst und Gemüse vor allem auf gläserne Behältnisse mit Schraubdeckel aus Metall. Das Einmachgut (meist Konfitüren, Gelees, Kompott oder Chutneys) wird vor dem Einfüllen vollständig erhitzt. Noch warm wird es dann in Gläser gefüllt und luftdicht verschlossen. Beim Abkühlen entsteht dann ein konservierendes Vakuum. Sind Zucker oder beispielsweise Essig enthalten, wird es durch die "chemische" Konservierung noch haltbarer.

Wenn man von "Einmachen" spricht, ist die Rede genau genommen von Konservieren – also Lebensmittel für längere Zeit haltbar machen.

Ob würzige Chutneys, süße Fruchtaufstriche oder saures Gemüse. Alles lässt sich einmachen. Denn die Mikro-Organismen, die für das Verderben verantwortlich sind, werden durch das Erhitzen abgetötet.

Eine saubere Sache

Zum Einmachen sind vor allem Obst und Gemüse, sowie Konfitüren und Co. geeignet. Aber auch Eintöpfe, Suppen und Saucen kannst du einmachen und so haltbar machen.

Der wichtigste Aspekt ist dabei die Hygiene, damit es nicht doch dazu kommt, dass es im Einmachglas schimmelt oder etwas frühzeitig verdirbt. Nimm also unbedingt sterile, luftdichte Gläser zur Hand und achte auf eine gute Handhygiene und saubere Arbeitsflächen, bevor du dich an die Arbeit machst.

Um die Gläser steril zu machen, solltest du diese vor dem Befüllen sorgfältig mit heißem Wasser und Spüli abwaschen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du die leeren Gläser auch in heißem Wasser abkochen oder für 10 Minuten bei 160°C in den Backofen stellen.

So geht's

Zuerst musst du die Lebensmittel, die du einmachen willst, wie Früchte oder Gemüse, kochen. Anschließend befüllst du die sauberen Gläser langsam mit den Lebensmitteln, nachdem du das Glas vorher etwas angewärmt hast. Denn kalte Gläser könnten bei plötzlichem Kontakt mit dem heißen Inhalt springen.

Zum sauberen Einfüllen kannst du einen Einfülltrichter zur Hilfe zu nehmen.

Danach werden die Gläser auf den Kopf gestellt und nach 10 Minuten wieder umgedreht. Wenn alles vollständig abgekühlt ist, knacken die Metalldeckel und biegen sich leicht nach innen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass das gewünschte Vakuum im Inneren des Glases entstanden ist.

Einmachen oder Einkochen?

Wo liegt der Unterschied?

Beim Einmachen wird wie gesagt vorher gekochtes, noch heißes Produkt in ein Glas mit Schraubverschluss gefüllt. Beim Einkochen hingegen werden meist Gläser mit Glasdeckel und Gummiring verwendet, die kalt befüllt werden.

Das Einkochgut, zum Beispiel Gurken in Essig-Wasser, wird in ein steriles Glas gefüllt. Das Glas wird gut verschlossen und anschließend im Wasserbad gekocht. Während das Glas anschließend abkühlt, bildet sich auch hier ein Vakuum.

Ob süß oder herzhaft

Die leckersten Marmeladen wie bei Omi, würziges Chutney und leckere Gewürzgurken – Mit den richtigen Handgriffen wird alles zum lang haltbaren Gaumenschmaus.

Vor allem kannst du auch tolle, eigene Kreationen einmachen - kombiniere verschiedene Zutaten, Gewürze und Co. und lass dich überraschen. So entstehen die leckersten Kombinationen! Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Im Folgenden findest du tolle Inspiration zum selber Einmachen oder Einkochen. Viel Spaß und lass es dir schmecken!

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