Stell dir vor, du startest deinen Tag mit einem leuchtend grünen Getränk, das nicht nur optisch richtig was hermacht, sondern dich auch auf sanfte Weise wach kitzelt. Kein Koffein-Kick wie beim Kaffee, sondern ein fokussierter Energieschub mit jeder Menge Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen. Klingt spannend? Wir präsentieren: Matcha!

Was ist Matcha eigentlich?

Matcha ist fein gemahlener Grüntee, aber nicht irgendeiner. Die Teepflanzen werden vor der Ernte mehrere Wochen beschattet, damit sie besonders viel Chlorophyll, Aminosäuren und Antioxidantien bilden. Das Ergebnis: ein intensiv grünes Pulver, das in der traditionellen japanischen Teezeremonie eine ganz besondere Rolle spielt.

Und das Beste? Beim Matcha trinkst du nicht nur einen Aufguss, sondern das ganze Blatt in Pulverform. Damit bekommst du die volle Portion Pflanzenpower.

Geschmack & Wirkung: Was macht er, der Matcha?

Matcha schmeckt anders. Er ist frisch, leicht herb, manchmal etwas nussig und erinnert ein bisschen an Spinat oder Algen – aber auf die gute Art. Besonders hochwertiger Matcha hat sogar eine süßlich-sanfte Umami-Note.

Die Wirkung? Angenehm wach machend, ohne hibbelig zu werden. Das liegt am Zusammenspiel von Koffein und L-Theanin, einer Aminosäure, die beruhigend wirkt und für einen klaren, fokussierten Geist sorgt. Deshalb wird Matcha auch gerne vorm Meditieren getrunken oder wenn eine Arbeit hohe Konzentration erfordert.


Für den klassischen Matcha brauchst du nicht viel:

  • 1 - 2 g Matcha-Pulver (etwa 1/2 TL)
  • 60 - 80 ml Wasser (nicht kochend, ca. 70 - 80 °C)
  • Optional: Bambusbesen (Chasen) für die perfekte Schaumkrone

Und so geht's:

Das Pulver in eine Schale sieben, Wasser hinzufügen und mit dem Besen in „M“- oder „W“-Bewegungen schaumig schlagen.
Kein Chasen zur Hand? Ein kleiner Milchaufschäumer erledigt den Job ebenfalls.

Tipp: Für Matcha Latte einfach aufgeschäumte Milch (oder Hafer-/Mandeldrink) dazugeben, fertig ist der cremige Genuss!


Was du vermeiden solltest:

  • Zu heißes Wasser: Verbrennt die Aromen und macht den Tee bitter.
  • Zu viel Pulver: Kann schnell zu intensiv und „algig“ schmecken.
  • Falsche Lagerung: Matcha ist empfindlich. Unbedingt luftdicht verschlossen, kühl und dunkel lagern.

Woran du guten Matcha erkennst:

Matcha ist nicht gleich Matcha, das ist sicherlich bekannt. Die Qualitätsstufe entscheidet über Farbe, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten:

Ceremonial Grade:

Das ist die Spitzenklasse unter den Matchas. Denn es werden ausschließlich die jüngsten, besonders zarten Blätter verarbeitet. Das Ergebnis ist ein feiner, leicht süßlicher Geschmack mit ausgeprägtem Umami und einer intensiv leuchtend grünen Farbe. Perfekt für traditionellen Matcha-Tee – pur und ohne Zusätze.

Premium Grade:

Dahinter steht eine sehr gute Qualität, die vielseitig einsetzbar ist. Der Matcha besitzt ein harmonisches Aroma und eine kräftige Grünfärbung. Ideal für den täglichen Genuss und die beste Wahl – ob als Tee oder im Latte Macchiato.

Culinary / Cooking Grade:

Geschmacklich ist diese Qualitätsstufe eher kräftiger, etwas herber und weniger süß. Optimal verwendbar in folgenden Rezepten: in Backwaren, Desserts, Smoothies oder Latte-Kreationen, bei denen sich ein intensiveres Matcha-Aroma gut macht.

Hochwertiger Matcha zeichnet sich durch eine pudrige, sehr feine Textur, ein strahlendes Grün und einen angenehm milden Geschmack aus. Wirkt das Pulver gelblich, bräunlich, ist es grob gemahlen oder schmeckt es bitter, spricht das meist für ein niedrigeres Qualitätsniveau oder eine falsche Lagerung.

Vielseitig einsetzbar. Matcha ist mehr als nur Tee

Matcha Latte

Der Klassiker unter den modernen Tee-Getränken: Matcha trifft auf cremig aufgeschäumte Milch. Für einen extra Kick kannst du das Ganze auch mit einem Schuss Espresso als „Matcha Latte Macchiato“ verfeinern.

Zum Rezept

Strawberry-Matcha Latte

Fruchtig trifft herb: Frische Erdbeeren pürieren, mit Matcha und kaltem Wasser oder Milch aufgießen, Eiswürfel rein und fertig ist der sommerliche Energy-Drink mit Wow-Effekt.

Zum Rezept

Matcha-Cake

Ein grüner Hingucker auf jedem Kuchenteller! Matcha verleiht deinem Rührteig nicht nur Farbe, sondern auch eine feine, leicht herbe Note. Besonders lecker mit weißer Schokolade oder Zitrusfrüchten kombiniert.

Zum Rezept


Fazit: Mehr als nur ein Trend

Matcha ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern ein echtes Multitalent. Ob pur, als Latte oder im Kuchen: das grüne Pulver bringt Abwechslung in deinen Alltag, schmeckt spannend und liefert gleichzeitig wertvolle Nährstoffe. Vielleicht wird Matcha ja auch dein neuer Lieblingsbegleiter für entspannte und konzentrierte Momente.

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