Heute schon gehullert?

Die meisten kennen den bunten Reifen wohl noch aus Kindertagen – doch heute wird der Hula-Hoop auch bei Erwachsenen immer beliebter, um spielerisch und effektiv die Fitness zu steigern. Vor allem in der Social Media Szene ist das sogenannte "Hullern" gerade ein großer Trend. Es macht aber auch einfach Spaß! Ursprünglich stammt der Reifen aus Amerika und wurde erstmalig im Jahre 1958 vom kalifornischen Spielzeughersteller "Wham-O. Corp." auf den Markt gebracht. Warum der Hula-Hoop nicht nur ein Kinderspielzeug, sondern auch ein effektives Fitnessgerät ist, haben wir hier für dich zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Hullern – fit mit Spaßfaktor

Beim Hullern wird der gesamte Körper in Bewegung gesetzt – das allerdings spielerisch leicht, gelenkschonend und platzsparend. Vor allem wird aber die Körpermitte trainiert, das heißt Taille, Bauch und Rücken werden gestärkt und gestrafft. Auch die Beine und der Po werden beansprucht, wodurch zum Beispiel das Bindegewebe gestärkt wird. Zudem wird der gesamte Kreislauf in Schwung gebracht und der Fettstoffwechsel angeregt!

Wenn regelmäßig mit dem bunten Reifen trainiert wird, kann hoher Blutdruck positiv beeinflusst und die Beweglichkeit erhöht werden sowie etwaige Verspannungen und Beschwerden im Rücken o.Ä. verbessert werden. Hinzu kommt, dass die Gelenke geschont werden und das Verletzungsrisiko beim Hullern sehr gering ist. So ist der "Reifensport" wirklich für fast jedermann geeignet. Das Training mit dem Hula-Hoop stärkt auch den Beckenboden, was vor allem auch nach der Schwangerschaft sehr positiv ist.

Außerdem benötigt man bis auf den Reifen kein Equipment oder viel Zeit und Platz – du kannst ihn also jederzeit auch zwischen Tür und Angel mal kreisen lassen. Das Beste daran – beim Hullern werden Glückshormone ausgeschüttet und das Training macht einfach Spaß. So ist es auch viel leichter, sich regelmäßig zum Sport zu motivieren. Da du problemlos im Haus trainieren kannst, kann auch schlechtes Wetter dich nicht stoppen. Stattdessen kannst du ganz bequem zum Beispiel vorm Fernseher bei deiner Lieblingssendung die Hüften kreisen lassen und ganz nebenbei wirkungsvoll deine Fitness und Gesundheit erhöhen und in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung die Kilos purzeln lassen.

Reifen ist nicht gleich Reifen

Auch wenn Hula-Hoop ein sehr simpler Sport ohne viel Equipment ist, gilt es dennoch, die ein oder andere Sache zu beachten. Inzwischen finden sich auf dem Markt eine Vielzahl verschiedener Reifen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, mit Massage-Noppen oder ohne, dick, dünn, leicht oder schwer, aus unterschiedlichen Materialien, spottbillig oder eher hochpreisig. Um da nicht den Überblick zu verlieren, haben wir einige Kriterien für dich zusammengestellt, die du beim Kauf beachten kannst.

Grundsätzlich gilt, dass der Reifen einfacher oben zu halten ist, je größer und schwerer er ist. Leichte Reifen mit kleinem Durchmesser erfordern tatsächlich mehr Kniff und Anstrengung. Eine Faustregel besagt, dass der Reifen im Optimalfall bis zum Bauchnabel reichten sollte, wenn man ihn vor sich auf den Boden stellt. Aber Vorsicht – ist das Gewebe am Bauch die Einwirkung des Reifens noch nicht gewohnt, kann es schnell zu blauen Flecken kommen. Die Gefahr ist größer, wenn der Reifen sehr schwer ist oder über große Massagenoppen oder Wellen verfügt. Solche Reifen sind also besser für Fortgeschrittene geeignet. Diese können sich vorsichtig an Fitnessreifen mit solchen Extras herantasten, um die Trainingsintensität zu erhöhen oder zum Beispiel die Durchblutung anzuregen um die Bauchregion noch effektiver zu straffen.

Und so funktioniert's

Grunsätzlich gilt: Übung macht den Meister! Solltest du das Hullern noch nicht oder nicht mehr auf Anhieb beherrschen, gib nicht auf. Versuche es einfach weiter und schon bald kannst du den Reifen problemlos oben halten! Es lohnt sich.

  • Trage am besten eng anliegende Kleidung oder solche, die die Körpermitte frei lässt. So kann der Reifen am besten über die Haut gleiten und wird nicht durch störende Stofffalten ausgebremst.
  • Sorge für einen stabilen Stand – die Füße etwas weiter als hüftbreit aufstellen. Wenn du magst, kann der eine Fuß auch etwas versetzt nach vorn gestellt werden.
  • Den Reifen nun so auf Hüfthöhe locker in beiden Händen halten, dass er Kontakt zum Rücken hat. Der Reifen sollte dabei parallel zum Boden sein.
  • "Wirf" den Reifen dann mit beiden Händen schwungvoll zur Seite und bewege die Hüften vor und zurück, um dem Reifen weiter Schwung zu geben – es ist weniger eine kreisende Bewegung.
  • Teste, ob es dir zu Beginn links oder recht herum leichter fällt, den Reifen oben zu behalten. Übe aber auf jeden Fall beide Richtungen, sodass die Muskulatur später beidseitig trainiert werden kann.
  • In der Bewegung sollten die Knie stets leicht gebeugt sein, die Arme kannst du waagerecht angewinkelt locker nach oben halten. Achte darauf, gleichmäßig zu atmen. Es kann außerdem helfen, auf eine gewisse Körperspannung im Rumpf zu achten – verkrampfe dabei aber nicht.
  • Mit etwas Übung wirst du ein gutes Gespür dafür entwickeln, in welchem Rhythmus und Tempo du dich bewegen musst, um den Reifen zuverlässig oben zu halten. Dann geht es ganz von allein.

So kannst du dein Hula-Workout gestalten

Anfänger

Fängst du gerade erst an, solltest du mit wirklich kurzen Trainingseinheiten starten. Hullere erst nur 2-5 Minuten am Tag, damit deine Haut sich an die neue Belastung gewöhnen kann. Steigere dich dann langsam, sodass du möglichst von schmerzhaften Hautblessuren verschont bleibst. Nicht allein die Bewegungsdauer, sondern vor allem auch die Regelmäßigkeit bringt Trainingsergebnisse. Wenn du schon etwas geübter bist und das Training richtig Spaß macht, solltest du deinem Körper trotzdem Regenerationszeit gönnen. Hat sich die Haut an den Reifen gewöhnt, kannst du 2-3 Mal in der Woche trainieren und dazwischen 1 bis maximal 2 Tage Pause einlegen.

Steigere dich von 5 Minuten Training allmählich auf 10 Minuten, 15 und irgendwann 20-30 Minuten. Und vielleicht schaffst du irgendwann eine ganze Stunde!

Vor jedem Training solltest du dich ein wenig lockern und aufwärmen – unabhängig von der Dauer der Trainingseinheit. Dazu kannst du zügig auf der Stelle gehen, die Arme und das Becken kreisen lassen, das Becken vor und zurück schaukeln, ein paar Kniebeugen und Hampelmänner machen oder auch einfach ein wenig durch den Raum joggen und tanzen.

Mittleres Niveau

Sobald du den Reifen oben halten kannst, kannst du dein Huller-Training ein wenig gestalten. Zum Beispiel kannst du in Intervallen die Richtung wechseln. Hullere 5 Minuten links herum und anschließend 5 Minuten rechts herum. Oder versuche, während des Hullerns ein paar Schritte zu gehen oder dich zu drehen. Mache zum Beispiel 4 Schritte vor, 4 Schritte zurück. Dann eine Drehung nach rechts, 4 Schritte nach links, 4 Schritte nach rechts und anschließend eine Drehung nach links. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Fortgeschrittene

Bist du schon etwas fortgeschrittener, kannst du auch Übungen wie den "Tough-Walk" in dein Hula-Workout einbinden. Hierbei gehst du in die Kniebeuge und hältst diese. Gehe nun während des Hullerns in der Kniebeuge einige Schritte. Je stärker du in die Hocke gehst, desto schwieriger aber auch intensiver wird die Übung – das ist Bauch-Beine-Po pur! Eine weitere Möglichkeit ist, beim Hullern die Arm- und Schulterpartie zusätzlich zu trainieren, indem du die Arme z.B. mit kleinen Hanteln in der Hand gestreckt nach oben und zur Seite bewegst.

Unser Fazit:

Hula-Hoop-Fitness verhilft dir zu einem tollen Körpergefühl, indem vor allem Rücken, Bauch, Beine und Po gefordert und gestärkt werden. Es gibt kaum eine andere Sportart, die so spielerisch und schonend den ganzen Körper trainiert und deine Fitness und Gesundheit positiv beeinflusst. So kommst du mit viel Spaß in Form!

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